Kochzutaten in einzelnen Schalen vorzubereiten nennt sich mise en place

Küchenlatein

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Im Folgenden ein Beispiel für gehobenes Küchenlatein. Kaum verwunderlich, dass da französische Begriffe ins Spiel kommen. Frankreich ist immerhin die Heimat und Geburtsstätte der sogenannten Haute Cuisine!

Alle Zutaten vor dem Kochen vorzubereiten nennt sich mise en place"Mise en Place" hat aber nichts mit schlechter Laune zu tun. Der Fachterminus bedeutet, dass man sich vor dem Kochen alles, was man dazu benötigt, auf Tellern und in Schälchen vorportioniert und in greifbarer Nähe hinstellt. Zum Beispiel fertig gehackte Zwiebeln, abgewogenes Mehl, Gewürze, Kräuter, aber auch das notwendige Handwerkszeug.

So präpariert kannst du dich voll und ganz auf das Kochen konzentrieren und gerätst nicht in Stress, weil du bspw. - während das Fleisch anbrät - noch in aller Hektik das Gemüse zerkleinern musst. "Mise en Place" empfiehlt dir stattdessen, sämtliche Zutaten vorher abzumessen und vorzuverarbeiten. Dann brennt beim anschließenden Kochen auch nichts an oder läuft über. Klar wird dabei etwas mehr Geschirr schmutzig. Egal: Spar nicht am falschen Ende.

Übrigens: Wusstest du, woher überhaupt das Wort "Küchenlatein" stammt? Tatsächlich ist es ein Spottwort, das auf die Renaissance-Humanisten zurückgeht. So nämlich titulierte der hohe Klerus das ungebildete Latein, das in den Küchen der Klöster gesprochen wurde. ;-)

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