weisse Küche mit Kochinsel, an die sich lächelnd eine blonde Frau stützt, über ihr Deckenhaube

Gute Küchen hört man (fast) gar nicht

Moderne Küchen werden nicht nur optisch immer wohnlicher. Auch akustisch hat sich einiges getan. Perfektionierte Dämpfungssysteme für Auszüge und Schranktüren gehen Hand in Hand mit immer leiseren Dunstabzugshauben und kaum noch hörbaren Geschirrspülern.

Wen wundert‘s, dass Küchen früher wegen ihrer hohen Geräuschkulisse von Wohn- und Esszimmer komplett abgetrennt waren: Die Dunstabzugshaube war so laut, dass man sein eigenes Wort nicht verstand, die Geschirrspülmaschine rauschte und ratterte, der Backofen dröhnte, der Kühlschrank brummte. Wenn Mutti dann beim Kochen noch ihre ohrenbetäubende Trockenhaube auf dem Kopf hatte, verzog man sich schnell in den letzten Winkel und tauchte erst wieder auf, wenn zu Tisch gerufen wurde.

Je leiser, desto wohnnlicher: Lärm ist auch in der Küche ein Stressfaktor

Wie haben die Zeiten sich geändert: Heute ist die Küche Teil des Wohn- und Esszimmers. Sie ist zum beliebtesten Aufenthaltsort zuhause geworden. Einer Studie von Siemens zufolge unterhalten sich 73% der Befragten am liebsten in der Küche, 63% telefonieren hier und 27% surfen im Internet. Mehr als die Hälfte der Befragten nutzen die Küche sogar zum Arbeiten im Sinne einer Erwerbstätigkeit.

Ohne schallreduzierte Einbaugeräte wäre das undenkbar. Sie tragen in erheblichem Maße zum Wohlbefinden in der Küche bei. Einbaugeräte verrichten ihre Arbeit heute dank Spezialdämmung und technischer Optimierung flüsterleise. Schranktüren und Schubladen schließen mit gedämpftem Softeinzug. Geräuschoptimierte Dunstabzüge saugen Kochschwaden mittlerweile angenehm leise und dabei viel effizienter ab. Spitzenmodelle wie von falmec kommen gerade mal auf 33 dB.

Weiß verschalte Deckenhaube über KochinselKochgerüche derart leise zu entfernen - das spiegelt sich natürlich im Preis wieder. Eine billige Umlufthaube liegt mit ihrer Geräuschemission oft bei mindestens 65 dB. Jeder weiß, wie nervtötend so ein Dauerkrach beim Kochen ist. An eine Unterhaltung ist nicht mehr zu denken. Den Dunstabzug deswegen nur kurz oder gar nicht einzuschalten, ist natürlich auch keine Lösung, denn mit den Kochwrasen verteilen sich nicht nur Gerüche. Fett und Feuchtigkeit bleiben an den Küchenmöbeln kleben und weichen auf Dauer das Material auf.

Bei Kühlschränken sind es oft die älteren Unterbaumodelle, die immer dann anfangen zu brummen, wenn der Kompressor anspringt. Verursacher kann aber auch eine poröse Türdichtung sein oder dass der Kühlschrank zu nah an der Wand steht. Auch die sogenannten amerikanischen Kühlschränke mit integriertem Ice-Crusher sind oft nicht die leisesten Küchengesellen. Soll die Küche ein Aufenthaltsort sein, an dem man sich dauerhaft wohlfühlt, lohnt es sich, in ausgefeilte Technik zu investieren. Welche Geräuschemission Küchengeräte haben, erfährt man im EU-Produktdatenblatt, dass Hersteller zu jedem Gerätemodell bereitstellen.

Geräte-Geräusche, die man gerne hört und hören lässt

Natürlich gibt es Ausnahmen sprich Geräte-Geräusche, die zu hören man nicht vermissen möchte und die man auch gerne vorführt. Wenn bspw. der ergonomisch eingebaute Profi-Kaffeevollautomat die verschiedenen Phasen der Zubereitung hörbar macht – vom Mahlen der Kaffeebohnen über das Brühgeräusch bis zum köstlichen Brausen, wenn die Milchschaumdüse den Cappuccino-Schaum produziert. Je voluminöser diese Produktionsphasen in der Küche erklingen, umso exklusiver die Kaffeemaschine. Das weiß jeder. Dasselbe gilt für entsprechende Standmixer, denn die aus schwerem Glas gefertigten, teureren Modelle mit wuchtigen Edelstahlmessern sind nicht nur leistungsfähiger, sondern hören sich auch so an. Zum Glück sind diese Geräusche auch noch alle echt und nicht – wie bei einschlägigen Automobilen – von einem Soundbooster produziert.

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